Das Trommlercorps war am 6. Juli mit vielen Schützen aus Waldfeucht und dem Selfkant zu Gast beim OLS in Opoeteren (B).

Daag OLS. Unter diesem Motto stand die Teilnahme des Trommler-, Pfeifer- und Fanfarencorps und einer Schützendelegation aus den Gemeinden Selfkant und Waldfeucht am „Oud Limburgs Schuttersfeest“ (OLS) im belgischen Opoeteren bei Maaseik.

Die Teilnahme an diesem wohl größten Schützenfest Europas, die normalerweise nur den angeschlossenen über 160 Schützenvereinen aus der belgischen und der niederländischen Provinz Limburg vorbehalten ist, stellte für uns eine große Ehre dar.

Zum ersten Mal überhaupt in der 102 jährigen Geschichte des OLS nahm eine deutsche Schützenabordnung an diesem Megaevent teil. Möglich wurde dies durch die euregionale Zusammenarbeit (Euromosa-Projekt) der beiden deutschen Gemeinden Selfkant und Waldfeucht, der niederländischen Gemeinde Echt-Susteren und der Stadt Maaseik.

Bereits um 10.00 Uhr war Abfahrt unseres Busses in Richtung Belgien. Nach einer herzlichen musikalischen Begrüßung standen für uns und den Rest der Schützendelegation allerdings erst einmal fünf Stunden Warten auf dem Programm, ehe wir als letzte Zugnummer im Umzug starten konnten.

Die verbleibende Zeit wurde allerdings mühelos auf dem OLS-Gelände überbückt. Schließlich konnten wir um 16.30 Uhr hinter dem Euromosa-Logo und vor etlichen Königspaaren und Schützen aus dem Selfkant und Waldfeucht zum Umzug antreten.

Dieser war gesäumt von tausenden Zuschauern, so dass die ohnehin kurze Strecke ein besonderes Erlebnis für das Trommlercorps wurde. Insbesondere unser Marsch „Esprit“ (der heimliche OLS-Marsch), den wir beim Defilé und beim nachfolgenden Einzug auf die Festwiese spielten, sorgte für lang anhaltenden Applaus.

Nach ein wenig Völkerverständigung und geselligem Zusammensein auf dem großen Festzelt, marschierte das Corps dann um 19.00 Uhr standesgemäß mit „Esprit“ vom Gelände, so dass uns unser Bus am frühen Abend zurück nach Höngen bringen konnte.

Dieser außergewöhnliche Tag in Belgien zeigte uns, dass deutsche, niederländische und belgische Schützen und Musiker wieder ein Stück näher zusammen gerückt sind und dass an diesem Sonntag die Musik und das gemeinsame Vereinsleben die Idee der europäischen Integration wieder einmal mit Leben gefüllt haben.

 

Den Rest vom Fest und zahlreiche Bilder findet Ihr bei Selfkant-Online.